Aktuelle Studie
Der Einsatz von KI in Unternehmen nimmt zu. Bei generativer KI allerdings sind Unternehmen noch zurückhaltender, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Der Einsatz von KI in Unternehmen nimmt zu. Bei generativer KI allerdings sind Unternehmen noch zurückhaltender, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Unternehmen setzen immer stärker auf künstliche Intelligenz. Laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom beschäftigen sich mittlerweile 57 Prozent der deutschen Unternehmen mit KI, während 20 Prozent sie bereits aktiv nutzen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr nutzten noch 15 Prozent KI aktiv, 2022 sogar nur 9 Prozent. Zudem planen oder diskutieren immerhin 37 Prozent den KI-Einsatz, nach 28 Prozent im Jahr 2023 und 25 Prozent im Jahr 2022. Mittelstand Heute hat die wichtigsten Ergebnisse der Studie.
Welche Chancen sehen Unternehmen im Einsatz von KI?
2024 investierten 37 Prozent der Unternehmen in KI, in den kommenden Jahren planen laut der Studie sogar 74 Prozent entsprechende Investitionen.
Und auch die Bevölkerung steht KI positiv gegenüber: 74 Prozent sehen KI als Chance und nur 24 Prozent als Risiko. Eine klare Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich den Einsatz von KI in verschiedenen Lebensbereichen. Vor allem für folgende Bereiche und Branchen sieht die Bevölkerung Potenzial:
Weniger Befürwortung hingegen gibt es für KI in der Politik (42 Prozent), im Rechtswesen (41 Prozent) sowie in Kunst und Kultur (38 Prozent).
Generative KI gewinnt zwar an Bedeutung. So haben immerhin 40 Prozent der Deutschen bereits Anwendungen wie zum Beispiel ChatGPT ausprobiert.
Hauptaufgaben für generative KI sind demnach:
Und dennoch sind Unternehmen beim Einsatz generativer KI noch zurückhaltend: Denn erst 9 Prozent der Unternehmen nutzen sie aktiv, 18 Prozent planen eine Einführung, und 19 Prozent können sich eine Nutzung vorstellen. Ein Viertel (23 Prozent) hat sich gar bewusst gegen den Einsatz entschieden und 28 Prozent der Befragten haben sich mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt.
Generative KI ist darauf ausgelegt, neue Inhalte in Form von geschriebenem Text, Audio, Bildern oder Videos zu erzeugen. Generative KI hat viele Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich damit unter anderem folgende neue Assets generieren: Virtuelle Assistenten, die menschenähnliche Reaktionen generieren, Videospiele mit dynamischen und sich entwickelnden Inhalten und sogar synthetische Daten für das Training anderer KI-Modelle, insbesondere in Szenarien, in denen das Sammeln realer Daten schwierig bis unmöglich ist. Anders als traditionelle Machine-Learning-Modelle, die Muster lernen und auf der Grundlage dieser Muster Vorhersagen oder Entscheidungen treffen, geht generative KI einen Schritt weiter und lernt nicht nur aus Daten, sondern erzeugt auch neue Dateninstanzen, die die Eigenschaften der Eingabedaten nachahmen.
Quelle: SAP
Unternehmen, die generative KI nutzen, setzen sie vor allem in folgenden Bereichen ein:
Für die Zukunft planen...
Unternehmen, die bereits generative KI nutzen, profitieren den Befragten zufolge von folgenden Vorteilen:
Allerdings gibt es auch Herausforderungen, wie:
Die USA (36 Prozent) und China (32 Prozent) dominieren derzeit den Markt für generative KI auf den Plätzen 1 und 2. Auf dem dritten Platz folgt mit deutlichem Abstand Israel mit 4 Prozent vor Japan (3 Prozent) und Südkorea (2 Prozent). Deutschland hingegen spricht nur 1 Prozent der Befragten eine Führungsrolle zu, Europa immerhin 3 Prozent. 71 Prozent der Unternehmen fordern deshalb eine stärkere politische Förderung für deutsche KI-Anbieter, 72 Prozent wünschen sich Investitionen in KI-Rechenzentren, und 64 Prozent fordern mehr Mittel in KI-Forschung und Entwicklung. Die Studienherausgeber ziehen ein Fazit und plädieren folgerichtig: Deutschland muss handeln, um den Anschluss an die USA und China nicht zu verlieren.
Quelle Aufmacherbild: KI-Bild erstellt mit Midjourney